Gret Haller

 

DIE WÜRDE DES MENSCHEN

Literarische Matinée zur Eröffnung der Solothurner Literaturtage
29.Mai 2003 in der reformierten Stadtkirche Solothurn


 

Was ist die Würde des Menschen ?
Worin besteht sie ?
Mit der Würde befassen wir uns immer dann,
wenn sie bedroht ist.
Wenn sie nicht bedroht ist,
sprechen wir nicht von der Würde des Menschen.
Das ist richtig.
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie ist da, auch wenn wir sie nicht benennen.
Stellen wir uns vor:
Wenn Würde benannt werden müsste,
damit sie entsteht,
damit sie besteht ?
Wenn es so wäre ?
Dann gäbe es die Würde des Menschen wohl kaum,
sie hätte keinen Bestand.
Würde muss nicht benannt werden,
sie hat auch ohne Benennung Bestand.
Würde des Menschen verlangt kein Bekenntis zu ihr.
Sie wird mit jedem Menschen geboren,
sie ist in jedem Menschen,
sie widerspiegelt sich in jedem Menschen,
in seinem Leben,
in seiner Lebendigkeit.
Und sie wiederspiegelt sich
in der Menschheit als Ganzem.

Kann die Würde des Menschen zerstört werden ?
Weltweit werden unzählige Menschen gefoltert,
auch in diesem Augenblick,
in welchem wir hier zusammen sind.
Das ist eine ungeheuerliche Verletzung der Würde des Menschen.
Menschen werden getötet,
Menschenleben werden zerstört,
absichtlich oder mutwillig.
Das ist eine ungeheuerliche Verletzung der Würde des Menschen.
Menschen verhungern,
sie verdursten
oder sie sterben an Krankheiten,
die bei richtigem Einsatz der Mittel vermieden werden könnten.
Auch das ist eine ungeheuerliche Verletzung der Würde des Menschen.
Denn Würde des Menschen hat mit Leben zu tun,
mit Lebendigkeit.

Zerstören aber diese Ungeheuerlichkeiten die Würde des Menschen ?
Kann die Würde des Menschen überhaupt zerstört werden ?
Auch einen toten Menschen behandeln wir mit Würde.
Gerade wenn das Leben zu Ende gegangen ist
ehren wir im Toten das Leben,
das er gelebt hat.
Wir nennen den Rückblick auf das Leben des Toten
ja wörtlich seine "Würdigung".
Die Würde des Menschen kann verletzt werden,
aber zerstört
wird sie nie.
So wie die Würde nicht benannt werden muss,
damit sie Bestand hat,
so kann sie letztlich nicht zerstört werden.

Ist das nicht eine ganz grosse Hoffnung ?
Eine Hoffnung gerade auch in dieser Zeit ?
Es ist die Unzerstörbarkeit der Würde,
die es uns erlaubt,
angesichts der immer wiederkehrenden
Verletzung der Würde der Menschen
nicht zu verzweifeln.
Es ist die Unzerstörbarkeit der Würde,
die es uns ermöglicht,
nach selber erlittenen Verletzungen der Würde
wieder zu genesen.
Und es ist die Unzerstörbarkeit der Würde,
die uns veranlasst,
uns immer wieder mit der Verletzung der Würde zu befassen,
mit der Verletzung der eigenen Würde
und mit der Verletzung der Würde anderer Menschen.
Diese beiden Dinge sind spiegelbildlich:
Wenn wir erfahren haben,
was Verletzung der eigenen Würde bedeutet,
haben wir auch erfahren,
was die Verletzung der Würde anderer Menschen bedeutet.
So erleben wir schliesslich
die Verletzung der Würde anderer Menschen
als eine Verletzung der eigenen Würde.
Und dadurch wird
im eigenen Erleben
die Würde des Menschen zu einem universellen Gut.
Die eigene Würde wird weltweit eingebunden.
Die eigene Würde wird ein Teil der universalen Würde des Menschen.
Die Würde des Menschen ist unteilbar.
Die Würde der Menschheit ist unteilbar.

***

Es gab in unseren Ländern eine Zeit,
da wurde mit dem Schwert um die Würde des Menschen gekämpft.
Einige gingen davon aus,
dass die Menschen einer bestimmten Religion angehören müssten,
wenn sie in Würde sollten leben können.
Sie wollten möglichst viele Menschen
zur eigenen Religion bekehren,
und das taten sie auch mit dem Schwert.
Sie führten Krieg gegen andere Religionen,
sie beanspruchten Raum für die eigene Religion.

Wenn die Vorstellung von Würde
verbunden wird mit einer bestimmten Religion,
gibt es Menschen mit mehr Würde,
und es gibt Menschen mit weniger Würde.
Wer dieser Religion angehört,
hat mehr Würde.
Wer dieser Religion nicht angehört,
hat weniger Würde.
Wenn die Vorstellung von Würde
verbunden wird mit einer bestimmten Religion,
wächst in den Angehörigen dieser Religion
unvermeidbar
die Sicht einer Welt,
in der es die Einen gibt,
die Gruppe der Angehörigen dieser Religion,
und daneben gibt es die Anderen.
Die Einen haben mehr Würde,
die Andern haben weniger Würde.
Wenn die Vorstellung von Würde
verbunden wird mit einer bestimmten Religion,
geht die Universalität der Würde verloren.
Wenn die Universalität der Würde verloren geht,
geschieht immer das selbe,
und es geschieht in zwei Schritten:
Zuerst geht die Würde der Anderen verloren.
Aber in einem zweiten Schritt
- und dieser ist unvermeidlich -
geht auch die Würde der Einen verloren.
Ungleiche Würde der Einen und der Anderen gibt es nicht.
Ungleiche Verteilung der Würde gibt es nicht.
Würde des Menschen
gibt es nur
als gleiche Würde aller Menschen.
Die Würde des Menschen ist untrennbar mit Gleichheit verbunden.

Das haben die Menschen damals schliesslich eingesehen.
Nach einem Jahrhundert blutiger Kriege,
einem Jahrhundert der Rechtlosigkeit,
von Raub und Mord,
dominiert durch Räuberbanden und private Kriegsherren,
wurde der Krieg verboten,
der religiös begründet wird.
Das Entsetzen über die Verletzung
der Würde der Menschen war zu gross geworden,
als dass man nichts hätte unternehmen können.
Es konnte so nicht weitergehen.
Man einigte sich in Europa auf eine Ordnung des Völkerrechtes,
die alle einbinden sollte.
Dies geschah im westfälischen Frieden,
vor mehr als 350 Jahren.

Die wesentliche Einsicht der Menschen lag damals darin,
dass sie zwar verschiedenen Religionen angehören konnten,
ihre Würde aber dennoch genau die selbe war.
Das Leiden der Menschen
im vorangegangenen Jahrhundert des Krieges
war so unerträglich geworden,
dass die damalige Menschheit lernte,
Leiden in Einsicht zu verwandeln.
Leiden wird nur in Einsicht verwandelt,
nach einem langen Leidensweg.

***

Später gab es in unseren Ländern
und weltweit eine Zeit,
da wurde wieder mit dem Schwert um die Würde des Menschen gekämpft.
Nun gingen viele davon aus,
dass die Menschen einer bestimmten Nation angehören müssten,
um in Würde leben zu können.
Und die Nationen führten Eroberungskriege gegeneinander,
sie beanspruchten Raum für die eigene Nation.

Wenn die Vorstellung von Würde
verbunden wird mit einer bestimmten Nation,
gibt es Menschen mit mehr Würde,
und es gibt Menschen mit weniger Würde.
Wer dieser Nation angehört,
hat mehr Würde.
Wer dieser Nation nicht angehört,
hat weniger Würde.
Wenn die Vorstellung von Würde
verbunden wird mit einer bestimmten Nation,
wächst in den Angehörigen dieser Nation
unvermeidbar
die Sicht einer Welt,
in der es die Einen gibt,
die Gruppe der Angehörigen dieser Nation,
und daneben gibt es die Anderen.
Die Einen haben mehr Würde,
die Andern haben weniger Würde.
Wenn die Vorstellung von Würde
verbunden wird mit einer bestimmten Nation,
geht die Universalität der Würde verloren.
Wenn die Universalität der Würde verloren geht,
geschieht immer das selbe,
und es geschieht in zwei Schritten:
Zuerst geht die Würde der Anderen verloren.
Aber in einem zweiten Schritt
- und dieser ist unvermeidlich -
geht auch die Würde der Einen verloren.
Ungleiche Würde der Einen und der Anderen gibt es nicht.
Ungleiche Verteilung der Würde gibt es nicht.
Würde des Menschen
gibt es nur
als gleiche Würde aller Menschen.
Die Würde des Menschen ist untrennbar mit Gleichheit verbunden.

Das haben die Menschen nach dem Grauen von zwei Weltkriegen eingesehen.
Die Nationen verbanden sich zu einer gemeinsamen Friedensordnung.
Und wieder einigten sie sich auf ein erneuertes Völkerrecht,
das nun alle einbinden sollte.
Das Entsetzen über die Verletzung
der Würde der Menschen war zu gross geworden,
als dass man nichs hätte unternehmen können.
Es konnte so nicht weitergehen.
Dies geschah vor etwas mehr als 50 Jahren.
Es geschah in Europa durch die Begründung einer Friedensordnung
vor allem in der Europäischen Union.
Und weltweit geschah es in der Gründung der Vereinten Nationen.

Die wesentliche Einsicht der Menschen lag wieder darin,
dass sie zwar verschiedenen Nationen angehören konnten,
ihre Würde aber dennoch genau die selbe war.
Das Leiden der Menschen
im vorangegangenen Krieg
war so unerträglich geworden,
dass die Menschheit wieder lernte,
Leiden in Einsicht zu verwandeln.
Leiden wird nur in Einsicht verwandelt,
nach einem langen Leidensweg.

***

Heute wird wieder
mit dem Schwert um die Würde des Menschen gekämpft.
Einige gehen davon aus,
dass sie selber das Gute verkörpern.
Sie gehen davon aus,
dass die Menschen dieses von Ihnen verkörperte Gute
übernehmen müssen,
wenn sie in Würde sollen leben können.
Sie wollen möglichst viele Menschen
zur diesem Guten bekehren,
und das tun sie auch mit dem Schwert.
Sie führen Krieg gegen jene,
die sie nicht zu den Guten zählen.
Sie beanspruchten Raum für das von ihnen verkörperte Gute.

Wenn die Vorstellung von Würde
verbunden wird mit dem Guten,
gibt es Menschen mit mehr Würde,
und es gibt Menschen mit weniger Würde.
Wer zu den Guten gehört,
hat mehr Würde.
Wer nicht zu den Guten gehört,
hat weniger Würde.
Wenn die Vorstellung von Würde
verbunden wird mit dem Guten,
wächst in jenen,
die sich zu den Guten zählen,
unvermeidbar
die Sicht einer Welt,
in der es die Einen gibt,
die Guten,
und daneben gibt es die Anderen.
Die Einen haben mehr Würde,
die Andern haben weniger Würde.
Wenn die Vorstellung von Würde
verbunden wird mit dem Guten,
geht die Universalität der Würde verloren.
Wenn die Universalität der Würde verloren geht,
geschieht immer das selbe,
und es geschieht in zwei Schritten:
Zuerst geht die Würde der Anderen verloren.
Aber in einem zweiten Schritt
- und dieser ist unvermeidlich -
geht auch die Würde der Einen verloren.
Ungleiche Würde der Einen und der Anderen gibt es nicht.
Ungleiche Verteilung der Würde gibt es nicht.
Würde des Menschen
gibt es nur
als gleiche Würde aller Menschen.
Die Würde des Menschen ist untrennbar mit Gleichheit verbunden.

Leiden wird nur in Einsicht verwandelt,
nach einem langen Leidensweg.
Welche Leiden
werden noch
auf die Menschen zukommen ?

***

Im westfälischen Frieden,
vor mehr als 350 Jahren
haben die Menschen eingesehen,
dass sie zwar verschiedenen Religionen angehören konnten,
ihre Würde aber dennoch genau die selbe war.
Das Leiden der Menschen
im vorangegangenen Jahrhundert der Kriege
war so unerträglich geworden,
dass die damalige Menschheit lernte,
Leiden in Einsicht zu verwandeln.

Nach dem Grauen des Zweiten Weltkrieges
haben die Menschen eingesehen,
dass sie zwar verschiedenen Nationen angehören konnten,
ihre Würde aber dennoch genau die selbe war.
Das Leiden der Menschen
im vorangegangenen Krieg
war so unerträglich geworden,
dass die Menschheit wieder lernte,
Leiden in Einsicht zu verwandeln.

Heute wird wie nie zuvor deutlich,
dass die Würde des Menschen verloren geht,
wenn die Vorstellung von Würde
verbunden wird mit dem Guten.
Wenn die Vorstellung von Würde
verbunden wird mit dem Guten,
wiederholt sich das selbe wie damals,
als die Vorstellung von Würde
verbunden wurde mit der Religion.
Und es wiederholt sich das selbe wie damals,
als die Vorstellung von Würde
verbunden wurde mit der Nation.
So finden wir denn ein Muster vorgezeichnet:
Zunächst wurde die Würde des Menschen
vor Verletzungen geschützt,
indem man die Würde von der Religion trennte.
Später wurde die Würde des Menschen
vor Verletzungen geschützt,
indem man die Würde von der Nation trennte.
So wird der nächste Schritt
zum Schutz der Würde des Menschen vor Verletzungen
darin bestehen müssen,
dass man die Würde vom Guten trennt.

Das klingt zunächst befremdlich.
Es kling weniger befremdlich,
wenn wir bedenken,
dass es das Gute nur gibt,
wenn und solange es auch das Böse gibt.
Die Einteilung in gut und böse ist nichts anderes
als eine Einteilung in eine Gruppe von Zugehörigen,
die es ermöglichen soll,
die nicht Zugehörigen als die Anderen zu betrachten.
Das aber ist mit der Würde des Menschen nicht vereinbar.

Die Friedensordnungen
die vor mehr als 50 Jahren geschaffen worden sind,
werden durch die Einteilung in gut und böse aufgehoben.
Die Friedensordnung der Vereinten Nationen
kann nur wirksam sein,
wenn ihr möglichst alle Staaten angehören,
ohne eine Unterscheidung in gute oder böse.
Jede völkerrechtliche Ordnung kann nur wirksam sein,
wenn sie möglichst alle Staaten einbindet,
ohne eine Unterscheidung in gute oder böse.

Wir stehen vor der Aufgabe,
eine neu in Mode gekommen Verletzung der Würde des Menschen
wirksam anzugehen.
Es ist die Vorstellung,
wonach man Menschen und Staaten
in gut und böse einteilen könne.

***

Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie ist da, auch wenn wir sie nicht benennen.
Würde des Menschen verlangt kein Bekenntis zu ihr.
Sie wird mit jedem Menschen geboren,
sie ist in jedem Menschen,
sie widerspiegelt sich in jedem Menschen,
in seinem Leben,
in seiner Lebendigkeit.
Und sie wiederspiegelt sich
in der Menschheit als ganzem.

Weltweit werden unzählige Menschen gefoltert,
auch in diesem Augenblick,
in welchem wir hier zusammen sind.
Das ist eine ungeheuerliche Verletzung der Würde des Menschen.
Menschen werden getötet,
Menschenleben werden zerstört,
absichtlich oder mutwillig.
Das ist eine ungeheuerliche Verletzung der Würde des Menschen.
Menschen verhungern,
sie verdursten
oder sie sterben an Krankheiten,
die bei richtigem Eisatz der Mittel geheilt werden könnten.
Auch das ist eine ungeheuerliche Verletzung der Würde des Menschen.
Denn Würde des Menschen hat mit Leben zu tun,
mit Lebendigkeit.

Es ist die Unzerstörbarkeit der Würde,
die uns veranlasst,
uns immer wieder mit der Verletzung der Würde zu befassen,
mit der Verletzung der eigenen Würde
und mit der Verletzung der Würde anderer Menschen.
Wenn wir erfahren haben,
was Verletzung der eigenen Würde bedeutet,
haben wir auch erfahren,
was die Verletzung der Würde anderer Menschen bedeutet.
Dadurch wird
im eigenen Erleben
die Würde des Menschen zu einem universellen Gut.
Die eigene Würde wird weltweit eingebunden.
Die eigene Würde wird ein Teil der universalen Würde des Menschen.
Die Würde des Menschen ist unteilbar.
Die Würde der Menschheit ist unteilbar.

Die Religion, die Nation und das Gute
können die Würde des Menschen verletzen,
und dies in gleicher Weise:
Nachdem die Religion die Würde der Menschen massiv verletzt hatte,
schuf man eine völkerrechtliche Ordnung,
verbot man den religiös begründeten Krieg,
und man band die Religion in eine staatliche Ordnung ein.
Wir nennen diesen Vorgang Säkularisierung:
In Europa wurde die Religion vor 350 Jahren
- und bis heute wirksam -
säkularisiert.
Nachdem die Nation die Würde der Menschen massiv verletzt hatte,
erneuerte man die völkerrechtliche Ordnung,
man verbot den Krieg zwischen den Nationen
und regelte verbindlich
und genau
das Recht der Selbstverteidigung der Nationen.
Auch dieser Vorgang ist ein Art der Säkularisierung:
Vor etwas mehr als 50 Jahren begann
die Einbindung der Nationen in eine völkerrechtliche Ordnung.

Nach der Säkularisierung der Religion
und nach der Säkularisierung der Nation
stehen wir vor der Aufgabe,
der Säkularisierung des Guten.
Das Gute muss in eine völkerrechtliche Ordnung eingebunden werden,
in einer Weise,
auf die sich die Staaten demokratisch
geeinigt haben.


Anhang: Programm

DIE WÜRDE DES MENSCHEN

Literarische Matinée
in der reformierten Stadtkirche Solothurn
Donnerstag (Auffahrt), 29.Mai 2003, 11.00 Uhr

Gret Haller (Text)
Urs Aeberhard (Orgel)

***

Johann Sebastian Bach
Präludium und Fuge BWV 543 in a-moll

Was ist die Würde des Menschen ?

Orgel-Improvisationen über "Komm in unsere stolze Welt" (RG 833)

***

WIR, DIE VöLKER DER VEREINTEN NATIONEN -
FEST ENTSCHLOSSEN,
künftige Geschlechter vor der Geissel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat,
unseren Glauben an die Grundrechte des Menschen, an Würde und Wert der menschlichen Persönlichkeit, an die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie von allen Nationen, ob gross oder klein, erneut zu bekräftigen, Bedingungen zu schaffen, unter denen Gerechtigkeit und die Achtung vor den Verpflichtungen aus Verträgen und anderen Quellen des Völkerrechtes gewahrt werden können,
den sozialen Fortschritt und einen besseren Lebensstandard in grösserer Freiheit zu fördern,
UND FüR DIESE ZWECKE
Duldsamkeit zu üben und als gute Nachbarn in Frieden miteinander zu leben,
unsere Kräfte zu vereinen, um den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren,
Grundsätze anzunehmen und Verfahren einzuführen, die gewährleisten, dass Waffengewalt nur noch im gemeinsamen Interesse angewendet wird, und internationale Einrichtungen in Anspruch zu nehmen, um den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt aller Völker zu fördern -
HABEN BESCHLOSSEN, IN UNSEREM BEMüHEN UM DIE ERREICHUNG DIESER ZIELE ZUSAMMENZUWIRKEN.

(Einleitung zur Präambel der Charta der Vereinten Nationen vom 26.Juni 1945)

***

Johann Sebastian Bach
Präludium und Fuge BWV 545 in C-dur

 


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